Soll man Erinnerungen ausmisten?


Beim Ausmisten stösst man früher oder später auf Erinnerungen. Alte Fotos, Liebesbriefe, Kinderzeichnungen, Feriensouvenirs, das sind alles Dinge, die auch einen Profientrümpler ins Schwitzen und Schwelgen bringen können. Muss das nun alles weg beim Ordnung machen?


Spoiler: Nein, nicht unbedingt. Denn Erinnerungen symbolisieren unsere Geschichte, unsere Vergangenheit, das ist das, was wir sind. Es sind Dinge, die in uns im besten Fall eine Wohligkeit und Wärme auslösen. Sollten dir die Dinge jedoch ein ungutes Gefühl vermitteln, vielleicht an eine schwierige Zeit erinnern, oder an etwas Unverarbeitetes (du kannst nicht verarbeiten, was du festhältst), dann lass los!


Falls du die Erinnerung behalten möchtest, besorg dir eine schöne Schachtel, eine ausgefallene Truhe oder einen liebevoll gestalteten Karton. Einfach ein Behältnis, das deine Wertschätzung gegenüber deinen Erinnerungsstücken ausdrückt. Dort hinein kommen alle deine Erinnerungsstücke, die du aufbewahren, möchtest. Kleidung und andere sperrige Dinge kannst du fotografieren und nur das Foto dazu aufbewahren.


Wähle keine zu grosse Erinnerungskiste. Es soll ein besonderer Ort für deine Erinnerungen sein und keine unüberschaubare Krimskrams-Kiste. Schaue regelmässig hinein, um in deinen Erinnerungen zu schwelgen.

Schau dir deine Erinnerungsstücke auch ab und zu kritisch an. Hat noch alles seine Berechtigung? Möchtest du noch alle Erinnerungsstücke behalten? Kannst du vielleicht etwas davon loslassen, weil du es nicht mehr brauchst?


So stellst du sicher, dass deine Schatzkiste ein exklusiver Ort für deine wichtigsten Erinnerungsstücke bleibt.


Lege auch für deine Kinder eine Erinnerungskiste an. Dort hinein kannst du die ersten Schuhe, das Lieblingskuscheltier, den süssen Body, einfach alles, von dem du meinst, dass es deinem Kind einmal als Erinnerungsstück wichtig sein könnte.


Später kannst du mit deinen Kindern zusammen eine weiter Kiste anlegen. Sie können so lernen, Liebgewonnenes ehrenvoll aufzubewahren und gleichzeitig Dinge loszulassen, die nicht mehr wichtig sind.

Wenn deine Kinder ausziehen, kannst du ihnen diese Schatzkiste mitgeben. Dann können sie selbst entscheiden, was mit ihren Erinnerungsstücken geschehen soll.